Syker Straße 1

ZOB 2005
ZOB 2005
Zentrum 1987
Zentrum 1987

Wechselvolle Entwicklung auf diesem Gelände des heutigen ZOB

Auf dem Gelände hat seit vielen Jahren eine rasante Entwicklung stattgefunden.
1520 weisen alte Karten das künftige Busgelände nur als landwirtschaftliche Fläche ohne Häuser aus.
1773 zeigen Karten des Ortes an der heutigen Georg-Lohmann-Straße bereits Häuser.
1801 wird Brinksitzer Johann Mönks ausgewiesen.
1829 ist die Fläche für Hinrich Budelmann eingetragen. Sein Gebäude hatte die Hausnummer 52. Die Hausnummer 51 übernahm Moses Gmuxl Weinberg.
1836 wurden die beiden Grundstücke für Ludwig Köhler und Hinrich Schulte eingetragen.
1846 beginnt Ludwig Köhler mit seiner Tabak- und Essigfabrik die gewerbliche Nutzung einer Teilfläche an der späteren B6.
1850 wird auf der anderen Fläche Hinrich Schulte als Pfarrbrinksitzer ausgewiesen.
1856 sind Albert Lohmann sowie Firma Köhler und Sohn genannt.
1876 wird Albert Lohmann als Abbauer bezeichnet.
1899 erwarben Schumachers eine Fläche, die einst Johann Mönks gehört hatte.
1963 wird Ilse Lohmann geb. Schumacher als Besitzerin erwähnt.

Erläuterungen:

Brinksitzer: Kleinstbauern mit eigenem Haus, aber nur wenig Grundbesitz.
Pfarrbrinksitzer: Kleinstbauer mit Abhängigkeit von der Pfarrei.
Abbauer: Neusiedler, die in die Dorfgemeinschaft eintraten und ein Haus mit Grundstück, aber keine eigenen landwirtschaftlichen Nutzflächen besaßen.

Schumacher

1881 wurden das Wohn- und Geschäftshaus Schumacher und die maschinell betriebene Dampfmühle mit dem markanten Schornstein gebaut. (Bis dahin stand die Mühle an Bassumer Straße / Ecke Hüdepohlstraße). Nach 1899 bauten die Schumachers einen Gemischtwarenladen auf.

Schuhmacher 1881
Schumacher 1881
Schumacher 1920
Links Schumacher 1920
Bremer- und Syker Straße 1945
Bremer- und Syker Straße 1945

Das Bild zeigt einen Blick in die Bremer- und Syker Straße 1945. Nur Trümmer und ein paar verbrannte Bäume blieben nach den Kämpfen und Luftangriffen übrig. Das Anwesen Lohmann Nr. 1 (Heute Kreissparkasse), Haus und Mühle Schumacher sowie Wohnhaus und Essigfabik Lohmann – Firma Köhler & Sohn – sind dem Erdboden gleich gemacht oder ausgebrannt.

Heinrich Schumacher wollte seinen Laden dort wieder aufbauen, wo er zuvor gestanden hatte. Das Straßenbauamt verlangte jedoch eine Zurücksetzung, mit der Heinrich Schumacher nicht einverstanden war. Nach verlorenem Streit baute er den Laden in der heutigen Georg-Lohmann-Straße.

Quellen:

Weser-Kurier, Regionale Rundschau, Erinnerungen an das Dorf Brinkum, Brinkum Bilder von Gestern und Heute.