Bremer Straße 9

Schaumlöffel Haus

2015
2015

Das Schaumlöffel Haus beherbergt heute das Mehr Generationen Haus

Wie fing es an?

Aus der Idee, einen Begegnungsraum zu schaffen für Groß und Klein, Krank und Gesund, Alt und Jung, entstand die Zielsetzung:
• Stärkung der Familien
• Zusammenführung von Generationen
• Kommunikation anregen und verbessern
• Integrierend wirken
• Vorbild für ein wirksames Miteinander sein

Die Suche nach einem passenden Haus begann 2002 mit der Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Cord Bockhop.
2003 wurde das eigentlich zum abreissen vorgesehene Schaumlöffel-Haus besichtet, welches seit einigen Jahren leer stand und renovierungsbedürftig war.
Urkundlich wurde das Haus das erste Mal im Jahre 1837 erwähnt und war bis 1892 eine Gastwirtschaft unter Familie Feuß.

2004 begannen die Entrümpelungs- und Sanierungsarbeiten, welche Monatelang andauerten, aber die harte Arbeit hatte sich gelohnt und nun war das Haus wieder bewohnbar und hat trotz allem seinen alten Charme nicht verloren.
Isabel Siedekum

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Die ehemalige Backstube ist nun ein vielfältiger Veranstaltungsraum und der Verkaufsraum wurde zum Tagescafé.
Im Erdgeschoss befinden sich nun ein Gruppenraum für Betroffenenarbeit, eine Küche und der Büroraum.
Daneben entstanden im Obergeschoss die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte „Löffelchen“, sowie Büro-, Kreativ- und Bewegungsräume.

2005 wurde das Mehr-Generationen-Haus festlich eröffnet mit der ehemaligen Sozialministerin Ursula von der Leyen.
Isabel Siedekum

Das Haus heute

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Schaumlöffelhaus 2009

Was passiert im Schaumlöffelhaus?

Das MGH ist geprägt und bekannt geworden durch seine Zusammenarbeit mit PRO DEM, die sich um demenziell erkrankte Menschen kümmert. Täglich finden Betreuungsangebote mit Laienhelferinnen in unseren Räumlichkeiten statt, die stark in Anspruch genommen werden.
Der Gegenpol dazu stellt die Kindertagesstätte Löffelchen dar, die sich um Kinder im Alter von ein bis drei Jahren kümmert.
Besonders schön ist, dass diese beiden Gruppen sich bei jedem Mittagessen im MGH treffen und einmal in der Woche besuchen die Kinder die Betroffenengruppe, was für beide immer ein freudiges Erlebnis ist.
Im Tagescafé kann man jeden Tag von 9.00 bis 17.00 Uhr frühstücken, klönen und Zeitung lesen. Auch kann man dort Geburtstage und andere Feiern veranstalten.
Bei größeren Veranstaltungen steht die alte Backstube zur Verfügung. Dort wird auch jedes Werder-Spiel auf Leinwand übertragen und bietet eine ganz besondere Atmosphäre für Fußballfans.
Außerdem bietet das Haus noch viele weitere Veranstaltungen an. Wie zum Beispiel eine Schachgruppe, Nähwerkstatt, Gitarrengruppe, Kreativgruppe, Jugendchor, Hausaufgabenhilfe und vieles mehr.
Zu dem gibt es dann noch das so genannte „Cinecena“, bei dem gemeinsam gekocht und gegessen wird und nebenbei ein Film gemeinsam anschaut. Alles im Zusammenhang stehend.
Kurs- und Seminarangebote gibt es natürlich auch. Dazu gehören Yoga-, Entspannungs- und Malkurse, Rhetorikseminare, Filmvorführungen und und und.
Das MGH kooperiert mit anderen Institutionen aus der Gemeinde, wie der Kunstschule, VHS, Kreismusikschule, Kirchen, Kindergärten und der BIG.
Isabel Siedekum

Backstube(2010)
Backstube(2010)
Backstube_Kaffeetafel(2010)
Backstube_Kaffeetafel(2010)
Cafe´(2010)
Begegnungscafe´(2010)
Begegnungscafe´(2010)
Begegnungscafe´(2010)

Ausblick – Wie kann es weiter gehen?

Ende September 2008 startete das Projekt „Tischlein deckt sich“, ein Mittagstisch für ältere, allein stehenden Menschen mit dem Ziel, diese Menschen aus ihrem isolierten Zuhause zu holen und ihnen ein abwechslungsreiches Mittagessen zu bieten.
In unserer Küche wird täglich frisch gekocht und bei Bedarf werden die Gäste auch abgeholt und wieder nach Hause gebracht.
Die Zukunft des Mehr-Generationen-Hauses liegt in der engagierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern, die geprägt sein muss von gegenseitiger Wertschätzung. Weiterhin muss ein breit gefächertes Angebot an Freizeitgestaltungen, Dienstleistungen und Informationsveranstaltungen entwickelt werden, das die unterschiedlichen Generationen anspricht und ans Haus bindet. Oberstes Ziel ist ein generationenübergreifendes Miteinander aller Menschen im Raum Stuhr/Weyhe zu ermöglichen.
Isabel Siedekum

Geschichte des Hauses

Das Grundsück auf dem sich das Schaumlöffelhaus befindet, gehörte früher zum ersten „adlig freien Hof“ in Brinkum.
In der Dokumentation darüber wird u.a. der Umfang der adligen Güter 1829 beschrieben.
Ein Eintrag lautet: 9. Wohnhaus daselbst (Schankwirtschaft und Bäckerei Feuß, danach Schaumlöffel).

Fotos von früher:

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Um 1900
Um 1900
Um 1900

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Um 1900

1945 An der Fassade erkennt man die Spuren der Panzergranaten.
1945  An der Fassade erkennt man die Spuren der Panzergranaten.
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Familie Schaumlöffel und Mitarbeiter vor der Bäckerei 1945