Giselbert, durch Gottes Gnade Erzbischof der Kirche zu Bremen.
Allen an Christum Glaubenden, welche dieses Schreiben sehen, sei ewiges Heil im Herren.
Da wir den Wunsch haben, den Probst und die Ordensleute des Klosters des Hl. Benedikt in Heiligenrode in Unserer Diözese durch besondere Wohltaten und Gunstbeweise auszuzeichnen, um ihre eigene Armut zu lindern und damit sie sich das für sie Nötige bequemer beschaffen können, möchten Wir den jetzt Lebenden und Zukünftigen bekannt geben, was Wir aus Ehrfurcht vor Gott und Seiner Mutter und Jungfrau Maria aus besonderer Gnade gewähren:
Dem Probst und den oben erwähnten Ordensleuten in Heiligenrode gewähren Wir, dass sie in dem wüsten Ort namens Stelle und in dem daneben gelegenen Verlebrink und überall in den dazu gehörenden Sümpfen, Wäldern und Einöden, in denen dies nach ihrem Gutdünken durchzuführen ist, das Land bebauen und zur Bebauung Neubrüche anlegen, von denen Wir ihnen den Uns zustehenden Zehnten durch dieses Unser Schreiben schenken. Zusammen mit allen oben erwähnten Neubrüchen schenken Wir das Eigentumsrecht sowohl an den Neubrüchen als auch am oben erwähnten Zehnten, das für alle Zeiten in ihren Besitz übergehen soll.
Als Zeugnis unserer Gunst haben Wir dieses Schreiben mit dem Schutz Unseres Siegels zur Bekräftigung versehen.
Gegeben zu Bremen, am Vortag der Apostel Simon und Judas. Im Jahre des Herrn 1289.